Methodik
Wie die Positionen entstehen
Die Seite vergleicht konkrete Reformen aus Union-Wahlprogramm und CDU-Grundsatzprogramm
mit den Bundestagswahlprogrammen der anderen Parteien. Entscheidend ist nicht, ob Parteien
dieselben Worte verwenden, sondern ob ihre programmatische Position den Kern einer Reform
trägt, teilweise trägt, ihr widerspricht oder keine belastbare Aussage enthält.
Die Auswertung wurde KI-gestützt erstellt. KI-Modelle haben Reformen extrahiert, passende
Programmstellen gesucht und die Positionen nach festen Regeln eingeordnet. Die Ergebnisse
sind deshalb als strukturierte, überprüfbare Programmanalyse zu lesen, nicht als amtliche
Parteiaussage.
643 Reformen
3858 Parteipositionen
3845 geprüfte Belegzeilen
316 Sitze für Mehrheit
1. Reformen
Aus den Union-Programmen wurden eigenständige Reformvorschläge extrahiert und
normalisiert. Jede Reform besteht aus einem Titel, einer kurzen Beschreibung und
mehreren Kernansprüchen. Diese Kernansprüche sind der Maßstab für den späteren
Parteivergleich.
2. Parteiprogramme
Für AfD, SPD, Grüne, Linke und SSW wurden die Wahlprogramme KI-gestützt nach
einschlägigen Passagen durchsucht. Die Modelle sollten zunächst relevante Stellen
filtern, nicht sofort politische Schlussfolgerungen ziehen. So bleibt die spätere
Bewertung stärker an konkrete Textstellen gebunden.
3. Bewertungsregeln
Die Einordnung folgt festen Regeln. Ein Claim wird nur dann aufgewertet, wenn der
zugewiesene Beleg den konkreten Kernanspruch direkt trägt. Bei Zweifel bleibt die
engere Einordnung bestehen. Allgemeine politische Nähe, verwandte Schlagworte oder
ähnliche Problembeschreibungen reichen nicht aus.
4. Mehrheitspfade
Für mögliche Sachmehrheiten zählt volle Zustimmung als klare Unterstützung.
Teilstimmung wird als verhandelbarer Korridor behandelt. Unklare Positionen und
Ablehnung werden nicht als Mehrheitspfad gezählt.
5. Belege
Die Detailansicht zeigt die relevanten Programmstellen mit Seiten- und Zeilenbezug.
Belege können eine Reform stützen, ihr widersprechen oder Kontext liefern. Wichtig
ist die direkte Verbindung zur konkreten Reform, nicht nur ein allgemeiner Themenbezug.
Die Quellzeilen sind sichtbar, damit die Einordnung überprüfbar bleibt.
6. Recall-Prüfung
Fälle ohne programmatische Position wurden zusätzlich auf mögliche übersehene
Stellen geprüft. Dafür wurden Suchbegriffe aus den Reformquellen und bereits
gefundenen Belegen gebildet. Wenn diese Suche verdächtige Treffer ergab, wurde die
Position erneut bewertet.
Wie aus Belegen Positionen werden
Gleiche Reform Die Partei fordert im Kern dieselbe Reform oder übernimmt das entscheidende Instrument.
Kompatible Variante Die Partei verfolgt eine Variante, die denselben Reformkern trägt und politisch anschlussfähig bleibt.
Ähnliches Ziel, anderes Instrument Das Ziel ist verwandt, aber der konkrete Weg unterscheidet sich deutlich.
Kernkonflikt Es gibt Schnittmengen, aber mindestens ein zentraler Anspruch steht im Konflikt.
Gegenrichtung Die Programmlinie spricht gegen den Kern der Reform.
Keine belastbare Position Das Programm enthält keine ausreichend konkrete Aussage zur Reform.
Was die Labels bedeuten
Zustimmung Die Partei trägt den Kern der Reform programmatisch.
Teilzustimmung Die Richtung ist kompatibel, aber relevante Details unterscheiden sich.
Ablehnung Das Programm läuft dem Kern der Reform entgegen.
Unklar Es gibt keine ausreichend konkrete programmatische Aussage.
Positionsverteilung
Partei Zustimmung Teilzustimmung Ablehnung Unklar
CDU/CSU 643 0 0 0
AfD 33 306 46 258
SPD 62 312 28 241
Grüne 89 344 49 161
Linke 33 212 128 270
SSW 30 242 41 330
Grenzen der Auswertung
Die Auswertung misst programmatische Kompatibilität, nicht Koalitionsbereitschaft,
Verhandlungstaktik oder spätere Gesetzgebung. Parteiprogramme sind unterschiedlich
konkret; eine unklare Einordnung heißt daher nicht zwingend politische Ablehnung.
Sie heißt nur: Für diese konkrete Reform wurde keine belastbare Programmaussage gefunden.
KI kann Fehler machen Die Analyse wurde KI-gestützt erstellt. Modelle können Belege falsch gewichten,
zu großzügig generalisieren, relevante Einschränkungen übersehen oder eine Passage
zu eng auslegen. Die Quellzeilen sind deshalb Teil der Darstellung.
Fehler können sich fortpflanzen Die Reformen der Union bilden den Ausgangspunkt. Wenn eine CDU/CSU-Reform dort
falsch verstanden, zu breit generalisiert, zu eng zugeschnitten oder als Reform
übersehen wurde, sind auch die späteren Parteivergleiche zu dieser Reform
tendenziell fehleranfällig.
Suche ist stichwortgestützt Die Programme wurden auch über Suchbegriffe und verwandte Begriffe erschlossen.
Das reduziert übersehene Treffer, kann aber scheitern, wenn eine Partei andere
Begriffe nutzt oder ein Thema sehr indirekt beschreibt.
Programme können überholt sein Die Auswertung bezieht sich auf veröffentlichte Programme. Spätere Beschlüsse,
Koalitionsverträge, parlamentarische Initiativen oder aktuelle Aussagen können
davon abweichen.
Keine politische Prognose Eine programmatische Schnittmenge heißt nicht, dass eine Partei im Bundestag
tatsächlich zustimmen würde. Fraktionsdisziplin, Taktik, Paketlösungen und
aktuelle Konflikte werden hier nicht modelliert.